Die private Krankenversicherung als Familienversicherung

In der gesetzlichen Krankenversicherung können Familienmitglieder ohne eigenes Einkommen beitragsfrei über die Familienversicherung mit versichert werden. Auch in der privaten Krankenversicherung ist Mitversicherung von Kindern und Ehepartner unter gewissen Voraussetzungen möglich, allerdings ist diese nicht beitragsfrei.

Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung haben Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen einen Anspruch auf eine beitragsfreie Versicherung im Rahmen der Familienversicherung. Familienversicherte Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung haben denselben Leistungsanspruch wie alle zahlenden Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen. In der privaten Krankenversicherung ist die Mitversicherung von Kindern oder Ehepartnern ohne eigenes Einkommen ebenfalls möglich. Allerdings unterscheiden sich die Voraussetzungen zur Mitversicherung sowie die Regelungen zur Beitragszahlung von denen der gesetzlichen Krankenversicherung.

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Private Krankenversicherung für mitversicherte Kinder

Kinder können unter gewissen Voraussetzungen in der privaten Krankenversicherung eines Elternteils mitversichert werden. Die Mitversicherung ist jedoch immer beitragspflichtig. Die Mitversicherung ist ab einem monatlichen Beitrag von etwa 60 Euro möglich. Es gibt auch Fälle, in denen Kinder zwangsläufig über die private Krankenversicherung mitversichert werden müssen, da der Anspruch auf die beitragsfreie Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse entfällt. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein Elternteil privat versichert ist, während der andere Elternteil Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung ist und das Bruttoeinkommen des privat versicherten Elternteils höher ist, als das des gesetzlich versicherten Partners. Sind beide Eltern privat versichert, müssen die Kinder ebenfalls in der privaten Krankenversicherung mitversichert werden. Bestand für ein Elternteil zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes eine private Krankenversicherung bereits mindestens für 3 Monate, entfällt für das Kind zur Aufnahme in die private Krankenversicherung die Gesundheitsprüfung. Für mitversicherte Kinder und Jugendliche bildet die private Krankenversicherung keine Altersrückstellungen.

Private Krankenversicherung für Jugendliche

Jugendliche können bis zum Beginn der Ausbildung in der privaten Krankenversicherung eines Elternteils mitversichert werden. Auch in diesem Fall ist die Familienversicherung nicht beitragsfrei. Mit dem Beginn einer Ausbildung unterliegen Jugendliche, die bislang privat mitversichert waren, der allgemeinen Sozialversicherungspflicht und müssen in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Der Versicherungsschutz über die private Krankenversicherung erlischt damit. Für Jugendliche, die ein Studium beginnen, können weiterhin in der privaten Krankenversicherung bleiben und über eine spezielle Studentenversicherung versichert werden.

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